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Vom Baden fahren zum Graser fangen

13 June, 2018.
Tamas Feher
Tamas Feher

Hallo Freunde. Heute möchte ich euch ein wenig über mein vergangenes Wochenende berichten. 

Ich wollte am Freitag eine Nacht mit meinem Kumpel Eric an einen alten Baggersee fahren um dort unser Glück zu versuchen. Es hat auch bei uns beiden geklappt und wir konnten mehrere Spiegler und Schuppis landen. Ich packte schon zeitig ein, aber wie es so gern vorkommt, bissen zwei meiner Fische beim Einpacken und so kam ich mal wieder erst kurz vor Mittag zuhause an.

Ich lebe diese Sonnenaufgänge

Ich lebe diese Sonnenaufgänge

Ich lebe diese Sonnenaufgänge

Einer von mehreren kleinen Fischen vom Baggersee

Einer von mehreren kleinen Fischen vom Baggersee

Einer von mehreren kleinen Fischen vom Baggersee

Catch & Release

Catch & Release

Catch & Release

Meine Freundin machte schon Druck, denn wir wollten noch ein Paar Stunden baden fahren und die Sonne genießen, ehe das angekündigte Gewitter sein Unheil treiben sollte. Ich machte mir natürlich Gedanken wo wir hin fahren. Das es an mein Hausgewässer geht stand fest, aber natürlich sollten auch noch zwei Ruten irgendwo Platz finden und das wenn möglich mit einer gewissen Fangchance. Das Futter von der Nacht zuvor, welches aus Weizen und Tigernut-Mulberry Boilies bestand, war noch einsatzbereit. Lediglich die Ruten wechselte ich von 10ft - 3lbs auf 13ft -3,5lbs.

Sonderanfertigung: Grundmix Tigernut mit Mulberry Flavour

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Nach dem Mittagessen machten wir uns also auf den Weg. Als erstes schauten wir uns kurz in einer tiefen Ecke um, doch ein Kollege war bereits dabei seine Ruten rauszufahren. Kein Problem, denn der nächste Platz auf meiner Liste war nicht weit. Selbstverständlich waren auch dort bereits mehrere Badegäste und zwei Karpfenangler. Also hieß es Stelle Nummer Drei aufsuchen. Und siehe da, die Stelle war frei und es bot sich einfach alles an. Ruhe, Sonne für die Frau, Schatten für mich, Platz zum Baden und vorallem Platz zum Fischen. Ausserdem war das bei dem aktuellen Wetter eine super Stelle für Grasfische. Vor dem ersten Tauchgang machte ich die Ruten fertig. Ich entschloss mich beide Ruten mit HI-VIS Pineapple Popis zu bestücken. Vor mir ging eine seichte Kante langsam runter bis über 3m und stieg danach wieder bis knapp unter die Oberfläche an. Kurzum, eine große Sandbank lag vor mir. Diese ist teilweise sehr krautig. Ich machte ein Paar Testwürfe um mir einen freien Platz zu lokalisieren. Nachdem dieser auf schätzungsweise 80m Entfernung und zwischen 1 bis 2m Tiefe fest stand, zog ich noch einen PVA Stick mit den neuen Fischmehl Pellets auf den Hakenschenkel des 4er Grip Tips Hakens und warf die Rute aus. Die zweite Rute habe ich einfach neben ein Ufernahes Krautfeld, welches ich zu Fuß erreichen konnte, abgelegt und fütterte einige Kellen der Weizen-Boilie Mische weit um den Köder. Funke an und rein ins Wasser.

Wir genossen die Abkühlung und brutzelten auf der Decke in der Sonne. Vom Gewitter war noch nichts zu sehen. Die Ruten lagen noch keine dreiviertel Stunde. Ich scrollte gerade auf dem Display meines Handy´s als die rechte Rute einen kurzen Pieps, gefolgt von einem reißenden Dauerton, von sich gab. Ich rannte ins Wasser und nahm die Rute auf. Krass, nach so kurzer Zeit tatsächlich einen Graser im Drill. Der kleine Torpedo lieferte einen wahnsinns Drill und wir konnten nach knapp zehn Minuten die Keschermaschen um ihn schließen. Wir waren beide etwas baff, das es so schnell klappte. Ich hatte nichtmal eine Kamera dabei, aber halb so wild. Das Handy macht es auch. Ich holte schnell die EasyMat aus dem Auto und wir schossen ein paar Bilder. Ein gut genährter, breitrückiger Graskarpfen. Der Haken saß bombenfest in der Unterlippe. Einfach Klasse. Der Fisch schwamm wieder in seinem Element und ich machte die Rute sofort wieder fertig. Wir entspannten uns noch gute zwei Stunden und gingen immer mal wieder auf eine Abkühlung ins Wasser. So langsam zogen Wolken auf und wir entschlossen uns wieder nachhause zu fahren. Doch bevor ich an den Ruten war, sank der linke Bobbin nach unten. Ein Brassen hatte sich noch schnell den Popi reingenascht. Und somit war das Ergebnis nach drei Stunden Angeln bzw. Baden, ein Graser und ein Brassen. Top. Als wir zuhause ankamen, zog ein leichtes Gewitter auf und es regnete eine Weile. Perfektes Timing sozusagen.

Immer schön nass halten und am besten direkt im Wasser bleiben

Immer schön nass halten und am besten direkt im Wasser bleiben

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Ein kleiner kampfstarker Amur

Ein kleiner kampfstarker Amur

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Man sollte immer warten bis der Fisch los schwimmt

Man sollte immer warten bis der Fisch los schwimmt

Man sollte immer warten bis der Fisch los schwimmt

Am Sonntag wollten wir wieder ans Wasser. Wir hatten noch Bratwürste und Grillkäse im Kühlschrank und wollten zum Mittag am Wasser den Grill anschmeißen. Dieses Mal waren wir schon gegen halb Elf am Platz und ich war schon etwas euphorisch in der Hoffnung das es heute vielleicht nochmal klappen könnte. Ich hatte mir zuhause nochmal die gleiche Weizen-Boilie Mischung vorbereitet, aber nahm sicherheitshalber noch einen Eimer Mais mit. Wir hatten wieder bestes Wetter. Auch der Luftdruck mit 1008hpa ließ Hoffen. Allerdings sollte heute ein stärkeres Gewitter einbrechen. Ich hatte zur Sicherheit mein altes Ultimate Brolly dabei und einen Schirm. Auch Liege und Stuhl ersetzten heute die Stranddecke. Der Plan war, das Jessi am Nachmittag nochmal zu einer Freundin zum Kaffee fährt und mich anschließend wieder abholt. So hatte ich mehr Zeit auf einen Fisch zu hoffen. Die Ruten verteilte ich genauso wie am Samstag und kaum lagen die Ruten biss auch schon der erste Brassen. Diese zeigten sich wirklich sehr beissfreudig und störten uns sogar beim grillen und essen. Aber immerhin Aktionen.

Dreikantmuscheln, Hauptnahrungsmittel unserer Rüssler in diesem See

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Eine graue Wolkenwand bildete sich mehr und mehr in der Ferne und es begann leise zu gewittern. Um 14:15 Uhr fuhr Jessi los und ich legte nochmal die rechte Rute frisch ab. Nachdem ablegen der Rute, schob ich meinen Kram unter das Brolly, da das Gewitter immer näher kam und der Wind bereits gut zulegte. Aus dem Nichts lief die gerade abgelegte Rute plötzlich langsam ab. Ich sprintete ins Wasser und diesmal war es kein Brassen. Ich war mir aber nicht sicher ob es ein Graser ist, da der Fisch ganz langsam nach links schwamm. Ich konnte ihn recht schnell zu mir lenken und erkannte dann doch einen Graser am Ende der Schnur. Tiefenentspannt schwamm er eiskalt an mir vorbei, weiter nach links unter meiner anderen Rute hindurch. Ich ging ein Stück hinterher und versuchte ihn langsam auszubremsen. Dann kam doch der Ein oder Andere Fluchtversuch, die aber im Vergleich zum Vortag etwas weniger spritzig waren. Ich gab dem Fisch die Zeit die er brauchte bis er frontal auf mich zu und somit direkt in den Kescher schwamm. Nebenbei näherte sich das Gewitter und der die ersten Tropfen fielen auch schon. Im Kescher sah ich dann einen schönen Graskarpfen, dem der Popi noch an der Lippe hing. Wieder mega gehakt in der Unterlippe. Dann wurde ich etwas hektisch, denn es donnerte und blitzte mittlerweile am Horizont. Ich kramte schnell die Kamera (die ich dieses Mal dabei hatte) und das Stativ raus, klemmte den Funkauslöser an und machte ein paar Aufnahmen von dem Graser der gerade noch in die Abhakmatte passte. Mit der letzten Fotoserie wurden die Regentropfen größer und häufiger. Der Graser war sofort mobil und verschwand wieder in den Wellen, die immer schaumiger wurden. Kamera wieder unters Bolly gestopft und die Rute im Regen auch noch schnell wieder auf den Platz gelaufen. Nun fand ich endlich Ruhe und konnte die Aktion erstmal verarbeiten. Jawolli. Wieder ein geiles Erlebnis. Ich berichtete Jessi von dem Fang und der Regen wurde immer stärker. Zum Glück konnte ich mit meinem Schirm das Brolly auch von vorne etwas vor dem Regen schützen, denn selbstverständlich bekam ich den Wind direkt von vorne zu spüren und dieser drückte die zentimeterdicken Tropfen unter das Brolly. Aber alles halb so wild. Nach einer knappen Stunde war der Regen durch. Gegen 16:30 Uhr kam Jessi zurück und wir konnten noch einen Brassen vehaften. 17:30 Uhr waren wir abfahrbereit und erneut mehr als zufrieden, auch wenn Jessi etwas traurig war das sie den Fisch verpasst hat. Denn eigentlich sollte sie an diesem Tag drillen bei einem Fischkontakt. Beim nächsten Mal wieder. In sieben Stunden fischen, hatten wir nun einen Graser und mehrere Klodeckel. Das nenn ich einen „entspannten“ Sonntag. Leider war die Sache noch etwas zu nass und kühl bei dem Wind und Gewitter, sodass ich mir eine schöne Erkältung zugezogen hab... In diesem Sinne: Ruten raus und Tee trinken.

Ein wunderschönes Exemplar für eine Tagessession

Ein wunderschönes Exemplar für eine Tagessession

Ein wunderschönes Exemplar für eine Tagessession

Bis zum nächsten Mal und immer Pieper aus und Bremse zu!

Euer Tamás

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